Rethinking Law
Stand: Mai 2019

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REL vom 13.05.2019, Heft 03, Seite 63 - 68, REL1304557
Rethinking Law > Change Management & New Work > Aufsatz

Die dezentrale Organisation

Von der Blockchain-Technologie inspirierte Gedanken zu Grundfragen des Organisationsrechts

Dr. Markus Büch, LL.M. oec.

Dr. Markus Büch, LL.M. oec.

Hochschullehrer/Rechtsanwalt/Projektierer

Markus Büch ist Professor für Wirtschaftsrecht an der FOM Hochschule für Oekonomie & Management in Berlin, daneben Of Counsel bei DWF Germany und unterstützt Blockchain-Start-ups sowie Unternehmen beim Aufbau von dezentralen Organisations- und Governancestrukturen.

Das Konzept der Dezentralen Autonomen Organisation (DAO) trägt die Bürde. Es ist nicht nur ein Gedanke zu einem neuen Organisationstypus. Es ist mehr. Es bezweckt eine Abkehr von traditioneller auf wenige Personen verteilte mithin von zentralisierter Unternehmensführung. Es will eine neue Form der wirtschaftlichen Kooperation und Partizipation ohne kapitalistisch geprägte Knotenpunkte der Macht ermöglichen. Damit reiht sich die Idee der DAO ein in das die Technologie der verteilten Systeme umgebende zugleich revolutionäre wie evolutionäre Gedankengut. Im Folgenden soll die Dezentralität im Fokus stehen , die ohne Zweifel der Primat des Universums der DLT-Systeme und der Blockchain-Technologie ist. Doch weist der Begriff für sich genommen keinen eigenständigen Bedeutungsgehalt auf, da er sich nur negativ von „zentral“ abgrenzt. Dennoch gilt er als die tragende Säule der Welt der DLT- und Blockchain-Systeme.

I. Dezentrale Systeme

Bei der Suche nach dem Dezentralitätsbegriff gelangt zunächst

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