Rethinking Law
Stand: Mai 2019

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REL vom 13.05.2019, Heft 03, Seite 41 - 44, REL1304540
Rethinking Law > Digital Economy & Recht > Aufsatz

Legal Tech für Verträge – Erste Schritte und Fallstricke

Prof. Stephan Breidenbach / Dr. Alexander Steinbrecher, LL.M. (Tulane)

Prof. Stephan Breidenbach

Hochschullehrer, Mediator und Unternehmer/Mitgründer des Legal Tech Centers an der Europa-Universität Viadrina

Seit 15 Jahren arbeitet er mit seinen Gesellschaften knowledgeTools International und betterlaw an der nächsten Generation digitaler Rechtsdienstleistungen und entwickelt Technologien zur Unterstützung der inhaltlichen Arbeit von Juristen, insbesondere Vertrags- und Textgeneratoren und Wissensmanagementsysteme für Großverfahren (u. a. Toll Collect) und Gesetzgebung (u. a. BMJV).

Dr. Alexander Steinbrecher, LL.M. (Tulane) ist Rechtsanwalt und als Head of Group Corporate, M&A and Legal Affairs bei Bombardier Transportation in Berlin tätig.

Der Autor ist als Head of Group Corporate, M&A and Legal Affairs bei Bombardier Transportation in Berlin tätig. Der Beitrag gibt ausschließlich die persönliche Meinung des Verfassers wieder. The Legal 500 zählt ihn zu den innovativsten und einflussreichsten Unternehmensjuristen in Deutschland.

Mit Legal Tech lassen sich Verträge digital gestalten und managen. Der Paradigmenwechsel liegt dabei darin, Verträge nicht mehr als Textsammlungen, sondern als Gefüge von regelbasierten Bausteinen zu betrachten. Es kommt dabei nicht auf dieses oder jenes Legal-Tech-Tool an, sondern auf Strukturdenken. Das verlangt Software-agnostisches Vorgehen.

Legal Tech hat dafür gesorgt, dass wir neu darüber nachdenken, wie wir mit Verträgen umgehen. Dokumentenmanagement-Systeme (DMS) enthalten Dokumente – der Name ist Programm. Leider wissen wir nicht, was in ihnen enthalten ist. Das entdeckt – teilweise – erst eine Due Diligence, was wiederum ein kunstvoller Name für teures Lesen durch Anwälte ist.

Legal Tech bietet digitale Optionen, um Verträge zu gestalten und zu managen. Der Paradigmenwechsel liegt dabei darin, Verträge nicht mehr als Dokumente, sondern als Gefüge von Bausteinen zu betrachten. Jeder einzelne Baustein enthält eine einzelne Regelung (Mikro-Vereinbarung) für die Gestaltung der Geschäftsbeziehung. Für den Lebenszyklus eines Vertrages (Contract Life Cycle Management) bedeutet das, Verträge aus digitalen Bausteinen zu generieren (Vertragsgeneratoren) und zu verwalten. Diese digitalen Verträge bieten vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bis hin zur elektronischen Due Diligence auf Knopfdruck.

Der Markt ist neu und nicht übersichtlich.

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