Rethinking Law
Stand: Mai 2019

In 'Meine Akten' einfügen

REL vom 13.05.2019, Heft 03, Seite 38 - 40, REL1304538
Rethinking Law > Digital Economy & Recht > Aufsatz

Legal Tech und Rechtstatsachenforschung

Wie der Einsatz von Legal Tech im juristischen Arbeitsalltag die empirische Erkenntnisgewinnung in Massenverfahren revolutioniert

Tim Horacek

Tim Horacek

Diplomjurist und Head of Legal Architects im Team Automotive der Kanzlei Gansel Rechtsanwälte

Seit zwei Jahren ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit dem Abgasskandal beschäftigt. Die dort legaltechbasiert geführte Korrespondenz mit deutschen Rechtsschutzversicherern bildete u. a. die Grundlage für die rechtsempirische Erforschung des Regulierungsverhaltens in Massenverfahren. Das Untersuchungsergebnis liegt derzeit zur Annahme als Dissertation am Lehrstuhl von Prof. Breidenbach vor.

In ihrer Ausgabe vom 6. Januar 2019 berichtete die Süddeutsche Zeitung unter dem Titel „Streit mit dem Streithelfer“ von einem Dilemma für viele Verbraucher bei deren Suche nach einer tauglichen Rechtsschutzversicherung:

Während die Bewertung der Vertragsunterlagen einzelner Versicherer anhand vordefinierter Kriterien zu Empfehlungen durch Verbraucherverbände führten, konnte eine Vielzahl der befragten Anwälte gerade den gut abschneidenden Versicherern kein positives Regulierungsverhalten in der Praxis attestieren. Genannte Streitpunkte sind insbesondere die Deckungsverpflichtung sowie die abschließende Regulierung in Rechnung gestellter Anwaltsgebühren genannt.

Um dieses Delta zwischen beworbenem Angebot und Praxiswahrnehmung zu untersuchen, wertete die Zeitschrift Finanztest 156 zwischen 2012 und 2017 veröffentlichte Gerichtsentscheidungen mit dem Ergebnis aus, dass die Verfahren in ca. 2/3 der Fälle einen für die Versicherungsnehmer erfolgreichen Ausgang fanden. Die Aussagekraft dieser

div
Der Volltext dieses Inhalts steht exklusiv Abonnenten zur Verfügung.
Top